Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen

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Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker
E-Mail: benedikt.sturzenhecker (at) uni-ham­burg (dot) de

Am 1. Februar 2013 star­te­te die Universität Hamburg unter der Leitung von Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker im Auftrag des Instituts für Partizipation und Bildung das Forschungsprojekt „Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen (DeiKi)“.

Ziel des Forschungsprojekts ist, zu prü­fen, wie auf der Basis des Konzepts „Die Kinderstube der Demokratie“ Demokratiepraxis mit Kindern in Kindertageseinrichtungen gelingt, ob und wie also die kon­zep­tio­nel­len Ansprüche in der Praxis wirk­sam wer­den.

Folgende Aspekte ste­hen dabei im Mittelpunkt:

  • die Struktur der demo­kra­ti­schen Partizipation: Welche Mitbestimmungsformen,
    –inhal­te und –regeln bestimmt die Verfassung der Kindertageseinrichtungen? Welcher demo­kra­ti­sche Anspruch wird durch sie trans­por­tiert?
  • die Performanz des demo­kra­ti­schen Handelns/der Verfassungspraxis, vor allem in Hinblick auf die Kinder: Wie wird demo­kra­ti­sche Partizipation for­mal und inhalt­li­ch auf der struk­tu­rel­len und der Interaktionsebene durch die Beteiligten ko-kon­stru­iert? Wie enga­giert betei­li­gen sich Kinder dar­an?
  • die Probleme, die dabei ent­ste­hen kön­nen: Womit haben die Beteiligten aus intra­per­so­na­len, inter­per­so­na­len bzw. struk­tu­rel­len Gründen Schwierigkeiten?
  • und die Zukunftsperspektiven, die sich dar­aus erge­ben: Was ist zu ver­än­dern bzw. wei­ter­zu­ent­wi­ckeln?

Von den Ergebnissen des Forschungsprojektes sind also Hinweise für die Gestaltung gelin­gen­der Partizipationskonzepte in Kindertageseinrichtungen zu erwar­ten.

Eine Besonderheit des Forschungsprojektes betrifft die Wahl der Methoden: Im Sinne einer Einheit von Forschungsgegenstand und –metho­de soll Partizipation auch in der Datenerhebung, –aus­wer­tung und –ver­wen­dung umge­setzt wer­den. Dazu ori­en­tiert sich das Projekt an der Handlungspausenforschung.

Konkret wer­den fol­gen­de Methoden qua­li­ta­ti­ver Sozialforschung ver­wen­det:

  • Fotogestützte Gruppengespräche mit Kindern, dif­fe­ren­ziert nach Alter (3- bis 4-Jährige, 5- bis 6-Jährige)
  • Teilnehmende Beobachtung mit Fokus auf die jüngs­ten Kinder (1- bis 2-Jährige)
  • Leitfadengestützte Gruppengespräche mit päd­ago­gi­schen Fachkräften und Eltern
  • Dokumentenanalyse von Verfassung, Protokollen etc.
  • Expert/inn/eninterviews mit Leitungskräften
  • Walking Interviews mit Kindern
  • Videografien von Gremiensitzungen

Insgesamt wer­den 8 Kindertageseinrichtungen beforscht. Jede der teil­neh­men­den Kitas erhält aus­führ­li­che Rückmeldungen in Form eines Teilberichts. Im Rahmen eines Abschlussberichts erfolgt die zusam­men­fas­sen­de Auswertung der Ergebnisse aus die­sen Teilberichten.

Das Projekt wird geför­dert durch die Gemeinschaftsaktion Schleswig-Holstein – Land für Kinder und die Aktion Mensch.

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